Ueber die Panamericana in Richtung Aequator

Written by Sylwester Kras on February 15th, 2010

Wir beschlossen mit dem Bus von Cusco in die 7,7 Mio. Einwohner starke Hauptstadt Lima und von dort weiter nach Norden in Richtung Ecuador zu fahren. Die Fahrt nach Lima fuehrte ueber Wueste. In Lima angekommen war es nun das erste mal seit etwa 4 Wochen, dass wir die Hochebene verlassen haben. Auch wenn es sehr heiss war, tat es gut wieder dichte Luft zu atmen. Der Stadt konnten wir schon 2005 nicht viel abgewinnen und fuhren am folgenden Tag weiter.

Anfahrt nach Lima - Wueste

Anfahrt nach Lima - Wueste

 
Lima - Blick auf den Pazifik von Mira Flores

Lima - Blick auf den Pazifik von Mira Flores

Lima - Mariott in Mira Flores

Lima - Mariott in Mira Flores

Alles oberhalb Limas war neu fuer uns. Es handelt sich hierbei um eine Gegend, die nur selten von Touristen besucht wird. In der Stadt Chiclayo fuehlten wir uns wie Exoten. Erst am zweiten Tag trafen wir einen weissen Touristen am Busbahnhof.

Chiclayo - Ueberbleibsel des Weihnachtsfestes

Chiclayo - Ueberbleibsel des Weihnachtsfestes

Chiclayo - bei Nacht

Chiclayo - bei Nacht

Chiclayo - Ein Sack voll Schweine auf dem Markt

Chiclayo - Ein Sack voll Schweine auf dem Markt

 

Wir besuchten bei Nacht den Mercado de Hierbas, der vermutlich der groesste Markt Suedamerikas mit Heilkundigen, Quacksalbern und Schamanen ist. Neben vielerlei Tinkturen, Stinktierfaellen, Zauberstaeben und Voodoopuppen lesen die alten Schamanen die Erkrankung des Fragenden aus den Eingeweiden eines frisch getoeteten Meerschweinchens. Von einem alten Affen liessen wir uns Lose ziehen. Heike kaufte nach intensiver Beratung einen Zauberstab.

Chiclayo - Nachts vor dem Hexenmarkt

Chiclayo - Nachts vor dem Hexenmarkt

Chiclayo - Hexenmarkt

Chiclayo - Hexenmarkt

Chiclayo - Affe auf dem Hexenmarkt

Chiclayo - Affe auf dem Hexenmarkt

 

Nicht weit von Chiclayo besuchten wir die aeusserst interessante Ausgrabungsstaette Señor de Sipán und staunten nicht schlecht ueber diverse spektakulaere Fundstuecke. Sehr beeindruckend sind die goldenen Masken die einst als Grabbeigaben dienten. Am naechsten Tag ging es die Panamericana weiter nach Norden.

Sipan - Goldmaske

Sipan - Goldmaske

Sipan - Grabkammer

Sipan - Grabkammer

Wir erreichten das Surferparadies Máncora. Das Fischerdorf zieht meist peruanische Touristen an, die hier die ruhige Atmosphaere geniessen. Viel mehr als Strand gibt es nicht zu sehen. Wir sprangen auf den Zug auf und legten hier unseren ersten Strandtag unserer Reise ein! Das tat in der Tat mal gut.

Mancora von oben

Mancora von oben

Panamericana durch Mancora

Panamericana durch Mancora

Mancora - Strand

Mancora - Strand

Strandtag in Mancora

Strandtag in Mancora

Wir folgten der Panamericana nun weiter und erreichten bei Nacht und stroemendem Regen die Ecuadorianische Grenze. Die Ausreise aus Peru war nach 30 Minuten erledigt. Nach einer laengeren Irrfahrt mit dem Bus durch die Grenzstadt erreichten wir dann eine Stelle an der man sich den Ecuadorianischen Einreisestempel holen konnte. Es ging weiter nach Norden. Das Militaer hielt uns an. Dass je weiter man nach Norden kommt, desto haerter die Gangart bei Kontrollen und desto dicker die Kaliber werden, lernten wir schnell. Ich wurde breitbeinig mit dem Gesicht zum Bus gestellt und durchsucht. Nach meiner Rueckfrage wusste ich dann, dass es nur zu meiner eigenen Sicherheit war.

Grenze Ecuador

Grenze Ecuador


Wir erreichten die 3,3 Mio. Stadt Guayaquil. Wir brauchten Schlaf und besorgten uns ein Hotelzimmer fuer vier Stunden. Dannach ging es weiter. Nach 12 Stunden erreichten wir nachts um 2:00 nun endlich die Hauptstadt Quito, wo wir einige Tage bleiben wollten. Wir suchten uns ein vertrauensvoll aussehendes Taxi und zeigtem dem Fahrer die Adresse eines Hostels in dem wir einchecken wollten. Die Fahrt durch die dunkle Stadt von Quito erfolgte mit Spitze 120 km/h und selten unter 80 km/h. Bis auf eine rote Ampel, an der Kameras stehen und dahinter Polizei auf Motorraedern wartet, ueberquerte der Fahrer alle roten Ampeln. Mit Kiss im Hintergrund rockte die Fahrt durch die scheinbar ausgestorbene Stadt im wahrsten Sinne des Wortes. Am Ziel angekommen fragte ich den Fahrer aber dennoch, was denn diese Vorstellung sollte. Zu meiner Ueberraschung erzaehlte er mir, dass es nicht zu verantworten sein, nachts an roten Ampeln zu halten. Ein Ueberfall auf das Auto durch Bewaffnete, die aus den Bueschen kommen waere sehr wahrscheinlich. Wir checkten ein, schliefen aus und machten uns am naechsten Tag daran die Altstadt von Quito zu besichtigen…

 

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