Arequipa und der Colca Cañon

Written by Sylwester Kras on February 5th, 2010
Zuerst fuhren wir von La Paz an den auf 3.810 m gelegenen Titicaca-See. Wir setzten mit einem Boot ueber eine Seeenge in die bolivianische Kleinstadt Copacabana ueber, waehrend unser Bus mit einer winzigen Faehre verschifft wurde.

Die Umgebung des Titicaca-Sees kannten wir bereits von unserer Reise im Jahr 2005. Damals besuchten wir die schwimmenden Inseln des Uru Volkes wie auch die Insel der strickender Maenner Taquile. Auf der Insel Amantaní verbrachten wir eine Nacht bei einer Familie und staunten nicht schlecht in welch einfachen Verhaeltnissen Menschen in dieser Region leben.

Diesmal lag ueber dem See eine gewaltige Wolkenfront, so dass wir entschieden direkt weiterzufahren. Wir passierten die Grenze nach Peru und stiegen in einen peruanischen Bus, der uns ueber die uns schon bekannte Stadt Puno und die unvorstellbar chaotische Schmugglerstadt Juliaca bis nach Arequipa brachte.
Copacabana - Bolivien

Copacabana - Bolivien

Juliaca - Peru

Juliaca - Peru

Juliaca - Verkehrschaos

Juliaca - Verkehrschaos

Juliaca - Strassenbild

Juliaca - Strassenbild

Arequipa liegt auf 2.353 m Hoehe und ist mit rund 783.000 Einwohnern die zweitgroesste Stadt Perus. Um die Stadt herum liegen weitestgehend sehr arme Wohnsiedlungen, waehrend der klein Stadtkern ein wunderschoenes Bild abgibt und seit 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe gehoert.

Neben der Stadt steht der praechtige 5.822 m hohe kegelfoermige Vulkan Misti wie auch der stets Schneebedeckte 6.057 m hohe Nevado Chachani. Durch die Naehe zu diesen aktiven Vulkanan registriert man in Arequipa taeglich durchschnittlich 12 Erdbewegungen unterschiedlicher Starke. 1608, 1687, 1784, 1868, 1958 und 1960 wurden grosse Teile der Stadt durch Beben zerstoert.

Arequipa wird auch die Stadt des ewigen Fruehlings genannt. Durch die Naehe zum Ozean (75 km) herrschen das ganze Jahr angenehme Temperaturen – im Jahr gibt es mehr als 300 Sonnentage und fast jeden Tag blauen Himmel.
Arequipa

Arequipa

Arequipa - Nacht

Arequipa - Nacht

Arequipa - Verkehrspolizei

Arequipa - Verkehrspolizei

Arequipa - El Misti

Arequipa - El Misti

In Arequipa steht das Kloster Santa Catalina. Durch die fast 400 Jahre dauernde Abgeschlossenheit hat sich hier ein komplettes Staedtchen mit maurischer Architektur erhalten, welches uns wirklich entzueckt hat.
Arequipa - Kloster

Arequipa - Kloster

Arequipa - Kloster

Arequipa - Kloster

Wie 2005 unternahmen wir auch diesmal einen zweitaegigen Ausflug an den Colca Cañon. Dieser Canyon misst eine Tiefe von 3.200 m und ist hiermit der zweitgroesste Canyon der der Erde (der groesste findet sich nicht weit entfernt). Am Colca Cañon bietet der Aussichtspunkt Cruz del Condor die Moeglickeit Andenkondore zu beobachten.

Diese herrlichen Voegel erreichen eine Spanweite von 3,20 Meter und gehoeren zu den groessten flugfaehigen Voegeln der Erde. Neben einem dieser riesiegen Voegeln, konnten wir auch die kleinste Familie der Voegel – die Kolibris beobachten.
Colca Canyon

Colca Canyon

Colca Canyon

Colca Canyon

Kolibri

Kolibri

Kondor

Kondor

Kondor

Kondor

Kondor

Kondor

Auf unserer Colca Expedition trafen wir unsere Reisbegleiterin von 2005, die sich freute uns wieder in Peru zu sehen und uns prompt fuer den 24. Dezember zum Weihnachtsessen zu ihrer Familie eingeladen hat. Mit Weihnachtsgeschenken ausgestattet freuten wir uns mitzuerleben, wie den wohl Weinachten in Peru verbracht wird. Aufgrund familiaerer Auseinandersetzungen (die Mutter wollte vermutlich nicht irgendwelche Touristen zu Weihnachten im Haus haben) musste uns unsere Bekannte dann leider kurzfristig absagen, so dass wir uns selbst um unser Weihnachtsfest kuemmern mussten. Heiligabend verbrachten wir zu dritt mit Karsten in einem Restaurant in der Innenstadt. Waehrend Heike etwas zurueckhaltender bei der Wahl ihrer Speise war, verdrueckten Karsten und ich je ein frittiertes Meerschweinchen (Cuy), welchen mit allen Vieren von sich gestreckt und aufgerissener Schnauze mit langen Nagerhauern den Teller fuellte.
 

1 Comments so far ↓

  1. Dierk says:

    Hallo Ihr beiden,

    ein Blick in den Kalender sagt mir, dass wir uns nun wohl nicht mehr allzu oft auf diesem Wege miteinander unterhalten werden. Und auf den ersten Blick könnte man fast meinen, dass Ihr von der Copacabana nicht weiter als bis Copacabana gekommen wäret, aber dazwischen war ja immer eine Menge los. Diesmal haben mir Kloster, Canyon und Kondore besonders gut gefallen.

    So wünsche ich Euch denn, dass Euch Abschied und Heimreise nicht allzu schwer fallen werden, und Ihr mit Eindrücken und Einsichten von Eurer Reise zurückkehren werdet, mit denen Ihr hier den “Wiedereinstieg” voller Zuversicht angehen könnt.

    Alles Gute für den Rest Eurer Reise und nocheinmal vielen, vielen Dank, dass Ihr Euch immer die Zeit genommen habt, uns an allem so eindrucksvoll teilhaben zu lassen.

    Viele Grüße
    Dierk

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